Casper v. Chiemgauer Ländchen

* 1.5.2006 ✝ 26.6.2017

Casper ist mein erster eigener Border Collie. Nach einigen hundelosen Jahren hatte sich meine Lebenssituation so entwickelt, dass ich 2006 endlich wieder einen Hund zu mir holen konnte. Meine Mutter hatte bereits zwei Border Collies und ich war so begeistert von diesen Hunden, dass ich keine andere Rasse auch nur in Erwägung zog. Da mich das Schafehüten sehr interessierte, suchte ich nach einem Züchter, dessen Hunde (auch) an Schafen arbeiten. Einen Arbeitsborder aus Leistungslinie traute ich mir damals aber noch nicht zu.

Schließlich fand ich die Border Collies vom Chiemgauer Ländchen von Karin Peteranderl. Eine ihrer Hündin erwartete gerade ihren ersten Wurf und ich meldete mich für einen Welpen an. Am 1.5.2006 erblickten 5 schwarz-weiße Rüden die Welt, von denen einer 8 Wochen später zu mir nach Berlin zog.

Leider war er für mich an den Schafen sehr schwierig auszubilden, da er zwar durchaus Talent hat, aber auch sehr sturköpfig und schwer zu führen ist. Auch hatte ich zu der Zeit noch keine eigenen Schafe, sodass unser Training nur sehr sporadisch stattfinden konnte.

Zusätzlich gingen wir zum Agility-Training, was Casper unglaublich viel Spaß machte. Da es mir nicht ganz so viel Spaß machte und Casper nach dem Training öfter humpelte, hörte ich nach ein paar Jahren damit auf.

Casper ist ein unglaublich großer Menschenfreund. Ganz besonders liebt er Kinder jeden Alters. Fremde Hunde, vor allem Rüden, findet er dagegen absolut überflüssig. Da er aber sehr gehorsam ist, kann ich ihn in diesen Situationen (inzwischen) gut kontrollieren. Sehr angenehm ist sein fehlendes Jagdinteresse. Selbst wenn ein Reh oder Hase direkt vor ihm aufspringt, wirkt er eher irritiert als interessiert. Dadurch kann er wirklich immer und überall frei laufen.

 

Am 26.6.2017 war er morgens völlig apathisch, konnte kaum noch aufstehen, wollte nichts fressen. Beim Tierarzt wurde per Ultraschall ein großer Lebertumor festgestellt. Zusammen mit dem dramatisch abgesunkenen Hämatokrit-Wert mussten wir davon ausgehen, dass der Tumor gerissen war und Casper innerlich verblutete. Angesichts seines Zustands und den Metastasen, die bereits zu sehen waren, wurde mir von einer OP abgeraten. So musste ich völlig unerwartet die schwere Entscheidung treffen, ihn gehen zu lassen. Er fehlt...

Neuigkeiten

Unser Buch über die Genetik der Schaffarben ist jetzt bei BoD erhältlich. 
Es gibt auch einen Blog zum Buch mit Farbrätseln und der Möglichkeit, Fragen zu den eigenen Schafen zu stellen.

26.6.17

Völlig unerwartet musste ich meinen treuen Freund Casper einschläfern lassen.

Die Züchter von Skudden in allen Farben haben sich zur IG Bunte Skudden zusammengeschlossen und eine Online-Datenbank zur Bestandserfassung aufgebaut.